Terrassenbau aus Bankiraiholz
Vorbemerkung:
Beim Bau einer Holzterrasse ist darauf zu achten, dass nur Hölzer gleicher Baumart, wegen des gleichmäßigen Quell- und Schwindverhaltens, verwendet werden.
Für die Unterkonstruktion sollten nicht zu schwache Kanthölzer verwendet werden, um ein späteres Schwingen oder Durchbiegen einzelner Bretter zu verhindern.
Die Kanthölzer der Unterkonstruktion und die Bohlen selbst sollen vor dem Verlegen mit Pflege- und Schutzöl behandelt werden. Das sieht nicht nur besser aus, sondern dient auch dem Schutz und der Pflege des Holzes.
Schritt 1
Vorbereitung des Untergrundes:
Den Boden der zukünftigen Terrassenfläche Spatentief (ca. 20 cm) ausheben. Das Auslegen von Wurzel-Flies, noch besser aber eine Splittschicht von ca. 10 cm, soll später das Durchwachsen von Unkraut verhindern. Darauf legt man als „Fundament“, wenn vorhanden, alte Gehwegplatten, damit die Holz-Unterkonstruktion nicht im Nassen liegt und abtrocknen kann.
Schritt 2
Verlegen der Kanthölzer:
Die Kanthölzer 90 X 90 cm -oder ähnlich- im Abstand von 50 bis 60 cm zueinander ausrichten. Günstig ist es, stirnseitig ebenfalls je ein Kantholz zu verschrauben, um somit eine Art Ringanker zu erzielen und ein Verrutschen der Kanthölzer zu verhindern. Nun wird zwischen den Kanthölzern Splitt eingebracht. Die Unterfütterung der Kanthölzer mit Splitt ist besonders wichtig, damit ein Durchbiegen verhindert wird. Nachdem die Unterkonstruktion fertig gestellt ist, wird nochmals die genaue Lage (mit einer Wasserwaage) geprüft, denn jetzt kann man noch korrigieren!
Schritt 3
Verlegen der Terrassen-Bohlen:
Das Verlegen der ersten Bohle ist entscheidend für die Maßgenauigkeit der gesamten Terrasse. Hier sollte mit Zollstock, Anschlagwinkel und Richtschnur gearbeitet werden, um das Anschrauben im rechten Winkel zum Unterbau zu garantieren. Mit Schraubzwingen werden die Bohlen auf der Unterkonstruktion fixiert und wenn alles geprüft wurde, mit je 2 Edelstahlschrauben pro Kantholz/Bohlenkontakt verschraubt. Ein Vorbohren ist auf jeden Fall empfehlenswert. Wenn am anderen Ende der Unterkonstruktion ebenfalls eine Bohle in gleicher Weise befestigt wurde, kann ich mit einer Schnur, die stirnseitig an den Bohlen angenagelt wird, nun das ständige Ausrichten vereinfachen. Jetzt kann Bohle für Bohle verlegt werden. Zwischen den Bohlen sollte ein Abstand von 4 – 5 mm sein, den man leicht mit zwei Winkeln o.ä. als Schablone einhalten kann. Sollte wirklich mal ein Brett krumm sein, so kann man es mit einer Spannvorrichtung vor dem Anschrauben richten, in dem man an der einen Seite mit dem Anschrauben beginnt, an der anderen Seite spannt und erst dann komplett verschraubt.
Schritt 4
Abschlussarbeiten:
Wenn alle Bohlen verschraubt sind, die Seitenlängen geprüft und o.k. sind, ist es zweckmäßig, mit Sandpapier die Schnittflächen der Bohlen an der Stirnseite zu glätten und mit Pflegeöl bestreichen.
Benötigte Werkzeuge:
Handkreissäge und Akkuschrauber mit Bit und Bohrer
Hammer und Wasserwaage
Anschlagwinkel, Schur zum Ausloten, Sandpapier und Pinsel
SPAX Terrassenschrauben in Edelstahl A2 (für den normalen Gebrauch)
SPAX Terrassenschrauben in Edelstahl A4 (Korrosionsschutz für Küstengebiete, usw.)








